PFLANZ! Baumgutachten & Baumkataster

Bäume beeinflussen in vielfältiger Weise ihre Umgebung. Sie sind Lebensraum für Flora und Fauna, verbessern das Lokalklima, haben gestalterische Qualität und sind Symbol für alles Lebendige und Vitale. Wir sind Experten für Bäume im Siedlungsgebiet. Ziel unserer Baumexpertise ist ein fachgerechter Umgang mit dem Baum in öffentlichen und privaten Anlagen. Unsere Basis ist eine methodisch zuverlässige und neutrale Zustandserfassung, aus der die notwendigen Maßnahmen abgeleitet werden. Wir helfen schützenswerte Bäume zu erhalten, Gefahren durch reduzierte Stand- und Bruchsicherheit abzuwenden und die Qualität Ihres Baumbestandes langfristig zu optimieren.

Überprüfung der Verkehrssicherheit

Der oder die Baumeigentümer:in oder eine auf andere Weise verantwortliche Person ist grundsätzlich verpflichtet, Schäden durch Bäume an Personen und Sachen zu verhindern. Verletzt er diese Sorgfaltspflichten, ist er für eingetretene Schäden haftbar. 

Eine gute Übersicht über die österreichische Rechtssituation bietet: Bäume und Recht, Manuela Stieg und Klaus Tasch, Arbeitspapier 34/2002, Wissenschaftsladen Graz. 

Bruchgefährdete Äste und Stämme oder schadhafte Wurzeln sind für Laien oft nicht erkennbar, stellen aber trotzdem ein Gefährdungspotential dar. In der weitaus größten Zahl der Fälle gibt es für Experten allerdings klare Anzeichen für ein solches Versagen. Der Baum warnt in seiner Körpersprache vor den bestehenden Gefahren.

Die Erstellung und kontinuierliche Fortführung einer Baumkontrolle mit Sichtkontrollen, im Bedarfsfall weiterführende Untersuchungen und die Durchführung von notwendigen Maßnahmen schützen Sie vor Schadenersatzansprüchen.

Die Erfordernisse der Befundung sind in der ÖNORM L1122 geregelt. Unser Büro orientiert sich bei der Baumkontrolle an verschiedenen feldtauglichen Methoden.

 

Allem voran steht die Sichtkontrolle. Sie beinhaltet: 

  • Eine Beurteilung des Baumes aus biologischer Sicht: Belaubung, Rinde, Suche nach möglichen Pilzkörpern etc.
  • Eine mechanische Beurteilung der Stand- und Bruchsicherheit: Defektsymptome, Wunden, Schieflage, Rindenrisse, Wurzelanläufe, Segelfläche, Wulstbildung, Bodenrisse etc.

In der Regel reicht diese Sichtkontrolle aus, um den Baum beurteilen zu können und eventuell notwendige Maßnahmen zu definieren. In wenigen Fällen gibt es Defektsymptome, die Besorgnis erregend sind. Hier muss eine weiterführende Untersuchung durchgeführt werden, die beispielsweise folgende Punkte beinhalten kann:

  • Klopfen mit dem Schonhammer zur weiteren Bewertung des Defektes, zur Bestimmung der schwächsten Stelle und der axialen Ausdehnung, die meist auch am Ort der stärksten Symptomausbildung ist
  • Begutachten der Krone mittels Leiter, Hubwagen oder Klettertechnik
  • Bei zunehmendem Verdacht Einsatz des Resistographen (Gerät, mit dem der Bohrwiderstand gemessen werden kann). Da der Bohrwiderstand mit der Bruchenergie des Holzes korreliert, ist der Resistograph ein gutes Hilfsmittel zur Auffindung und Bewertung versteckter Defekte mit relativ geringer Schädigung des Baumes.
  • Wenn bei Bäumen die Standfestigkeit nicht anders beurteilt werden kann, kommen Zugversuche zum Einsatz.

Liefert die Fehlerbewertung den Nachweis hohen Bruchrisikos und ist der Baum von geringer Vitalität, so ist er zu fällen, gegebenenfalls zu ersetzen. Ist der Baum vital oder aus sonstigen Gründen zu erhalten, beispielsweise weil es ein ganz besonderer, geschichtsträchtiger oder seltener Baum ist, so kann z. B. durch Absperrung des Umfeldes, durch einen sinnvollen Kronenrückschnitt oder den Einbau von Gurtsicherungssystemen die erforderliche Sicherheit erzielt werden.

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Baumkataster R3 Trees

Ziel eines Baumkatasters und Baumpflegekonzeptes ist ein wirtschaftlicher und fachkundiger Umgang mit dem Baumbestand. Der Kataster ermöglicht organisiertes, planmäßiges Handeln. Er bildet die Grundlage für die Entwicklung eines städtischen Baumpflege- und Sanierungskonzeptes. Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen sowie Pflege- und Verjüngungsmaßnahmen an Stadtbäumen können dadurch gezielt durchgeführt werden. Für die Anlage von Neupflanzungen ergeben sich grundlegende Feststellungen:

  • Welche Arten sind standortökologisch angepasst?
  • Welche Standortbedingungen sind optimal?
  • Wo sind Neu- und Ersatzpflanzungen nötig?

Für den Baumschutz ergibt sich eine bessere Kontrollmöglichkeit, denn es können nur jene Bäume geschützt werden, die bekannt und dokumentiert sind.

Zur Erfüllung der gesetzlich vorgeschriebenen Verkehrssicherheitspflicht müssen die Straßenbäume regelmäßig auf ihren potentiellen Gefährdungszustand untersucht werden. In einem Baumkataster werden die Ergebnisse dieser Kontrollen dokumentiert, er bildet somit einen Nachweis für die Erfüllung dieser Pflicht.

Die Datensammlung des Baumkatasters bildet die Grundlage für Ausschreibungen: Baumpflegearbeiten und Pflanzenmaterial für Neupflanzungen können präzise und ohne viel Arbeitsaufwand ausgeschrieben werden.

 

Unser Baumkataster stellt eine Art Inventarliste dar, in der jeder einzelne Baum erfasst und beschrieben wird. Das Baumpflegekonzept gibt einen Gesamtüberblick über die erhobenen Daten und bildet die Basis für das Leitbild, in dem grundlegende Überlegungen zur Entwicklung und Pflege der Baumbestände festgehalten werden. Seit 1996 erheben wir Baumkataster, seit 2018 arbeiten wir mit dem GIS gestützten System R3 Trees. Im Bedarfsfall kartieren wir auch mit Erfassungssystemen anderer Anbieter.

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Ansuchen nach dem Wiener Baumschutzgesetz

Um notwendige behördliche Bewilligungen zur Baumentfernung in Wien einzuholen, erarbeitet PFLANZ! die Einreichung und übernimmt die Koordination mit der zuständigen Magistratsabteilung. In weiterer Folge bieten wir Ihnen auch gerne die Durchführung von Baumfällungen sowie notwendiger Ersatzpflanzungen an.

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Gehölzwertermittlung

Bei Verkehrsunfällen kann es beispielsweise zu Teil- oder Totalschäden eines Straßenbaumes kommen. Der entstandene Schaden kann von uns nach der Methode Koch berechnet werden.

Bei dieser Methode werden der Einkaufspreis des Baumes, die Kosten für die Pflanzung, die Anwuchspflege in den ersten zwei Jahren und die Herstellungspflege, bis der Baum seine volle Funktion erreicht hat, berücksichtigt.

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Planung von Baumschutzmaßnahmen

Im Rahmen des Baustelleneinrichtungsplanes werden die notwendigen Baumschutzmaßnahmen wie z. B. Schutzzonen, Wurzelvorhänge und Stammschutz veranlasst.

Im Zuge der Bautätigkeiten wird regelmäßig die Einhaltung der festgelegten Maßnahmen kontrolliert, eventuelle Schäden und deren Schadenshöhe festgestellt, sowie allfällige Baumschutzmaßnahmen veranlasst.

Durch eine nochmalige visuelle Überprüfung wird der Zustand der Bäume nach den Bauarbeiten festgestellt.

Durch die lückenlose Dokumentation können eventuell entstandene Schadenersatzansprüche genauer überprüft und reibungsloser abgewickelt werden.

Das Wichtigste ist aber, dass die meisten Schäden am Baumbestand durch die Schutzmaßnahmen vermieden werden können.

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